
Dokument der Pferdezüchtung zur Weihnachtszeit (für White Horst)
So, Weihnachten! Schon wieder. Andauernd Weihnachten. Ihr fragt Euch warum ich so ein langes Gesicht mache. Ich bin ein Pferd, Freunde. Pferde haben lange Gesichter. Auch wenn ich gute Laune habe. Das heißt aber nicht, dass ich noch nie gekotzt hab.
Denn bei mir wird automatisch der Brechreiz ausgelöst, wenn ich meine Artgenossen nur ansehen muss. Ich bin Vater von zwölf stolzen Pfohlen. Egal.
Ich war letztens beim Derby…als Zuschauer. Mein Onkel Rosi hat mich eingeladen, er ist vier Jahre alt. Für’n Pferd ist das schon was. Er sollte seinen Sieg vom Vorjahr wiederholen. Knieschaden, ab in die Wurst. So schnell geht das. Ich konnte nicht lange trauern, denn abends wieder zu hause musste ich im Fernsehen feststellen, das Detlef D Soost seine Biertitten wegtrainiert hat. Ich war wirklich erschrocken. Seine vollgekackten Igelnasen waren bei Pro7 immer ein Highlight für mich. Ich hab mich seitdem immer gefragt, wie er das wohl geschafft hat. Wahrscheinlich musste er vor Ben weglaufen, der jetzt beim Kinderkanal seine Freiheit feiert, denn er hat ja die Schwedische Durchreiche an Soost übergeben. Vielleicht kann ja Pro7 die schwedischen Puffquittung von ihm übernehmen. Egal, wo war ich stehen geblieben? Ach ja, Jobs. Pferdegott Carsten Sostmeier segne meinen Onkel Rosi. Oh Gott, ich werde hier glaube ich gleich das heilige Pferdegesetz brechen und hier vor Euch auf den Boden kotzen, obwohl hier noch nicht mal eine Apotheke ist. Schon wieder ein Wort mit Soost. Kotzmische Fügung! Meinen ersten Job hatte ich auch im Showbuisiness. Ich stand zur Weihnachtszeit vor Karstadt in Schenefeld mit einem alten IKEA-Teppich über meinen Rücken geworfen und ein ägyptischer Halb-Günni, der als Inka verkleidet war, klöterte mit seiner Fake-Rotkreuzdose und starrte die Leute an. Von links hatte er Zähne und von rechts nicht. Er hatte ein zerknittertes Schild dabei, auf dem Stand: „Eine kleine Spende für den Esel Daniel!“ Da hättet Ihr mal mein langes Gesicht sehen sollen, als ich das zum ersten Mal gelesen hab. Das sind Jobs, lieber Tom Bohne, das sind Anfänge! Da entwickeln sich Charaktere. Da reift der Apfel. Wenn ich damals schon gewusst hätte, dass Oliver Pocher der Assistent von Schmidt wird, hätte ich mich direkt erschießen lassen. Das wäre so als wenn der kleine Pierre Brice sich bei mir als Stalljunge beworben hätte. So richtig mit Führungszeugnis und allem pi-pa-po. Aber ich denke, dass Schmidt schon weiß, welchen Schaden er da angerichtet hat. Zumindest bei mir. Eigentlich hätte Schmidt Pocher fressen sollen, so wie Pferde das mit ihrer Nachgeburt machen. Aber er ist ja noch mal glimpflich davon gekommen, denn es war ja die Nachgeburt von Stefan Raab.
Und Pocher teilt sich die Pilze jetzt mit Becker. Oh Gott, Leute! Das wird langsam zum nationalen Problem. In welche Richtung soll ich jetzt schweifen.
Aprospos, wie wollen sie eigentlich die Verantwortung für die verbrannte Erde übernehmen, die sie hinterlassen haben, Herr Bohlen, wenn Sie vor dem höchsten Gericht stehen. Wirklich relaxte Leute aus der Branche wie Bernd Dopp, Norbert Masch, Andereas Herbig oder Ralf Siegel könnten wirklich frei und glücklich ihr Lebenswerk genießen, aber das Talentgesocks, dass Sie aus Ihrem Gesangsgulli zu tage fördern zwingt diese großen Männer ein wirkliches Problem mit durchzufüttern, nämlich die unteren Etagen. Könnte man Universal oder EMI unterkellern und absenken, wäre die oberste Etage auf Parterre und das ganze hätte etwas gesund Skandinavisches. Die geilen Empfangsstuten könnt ihr natürlich gerne behalten. Denn das Auge chillt mit. Und, mensch Jungs, denkt doch mal nach! Was ist aus Eurem Traum geworden: Led Zepplin, Udo Lindenberg und Lou Bega-Tantiemen! Das ist Euer Glück und Ihr habt das verdient. Das feuern unnützer Mitarbeiter ist etwas sehr reinigendes und aus Pferdesicht notwendiges, lieber Dieter. Hör auf, bitte, bitte, bitte!
Wenn ich Cherno Jobatai überreden könnte mit mir auf den Weihnachtsmarkt zurück zu kehren und für den Esel Daniel Spendengelder zu unterschlagen, würde ich diesen Schritt sofort wagen. Back to the roots! Es ist immer noch besser als Thomas Stein vorzugaukeln, sein Gesülze wäre relevant. In diesem Sinne, fröhliches Nummernziehen, liebe Angestellten! Eigenlich brauchen wir nur noch einen reichen Mann für Lena, dann wäre alles gut. Aber bitte nicht Elton. PS: Your’re fired!