Eine wichtige Durchsage.
Hier tröten Euch die Gammelclowns richtig was rein.
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Münster 3.0

Halle Münsterland 6. Dezember 2009, 15.00 Uhr: Erst mit dem Skateboard und dann faul mit dem Taxi zum Snakerun auf den Berg Fidel. Nach ein paar Fakie-Rock´n´Rolls, aber zu viel Geld in der Tasche (wir konnten uns nicht bewegen), beschlossen wir nach gefühlten elf Minuten die verwahrlosten Ghettokids hinter uns zu lassen.

Wir machten einen Spaziergang zum Taxistand und redeten über Gebrauchtwagen. Leasing ist scheiße in heutigen Zeiten, wenn man das Geld zu seiner Alten nach Hause schaufelt. Kaufen, Ruhe! Kein Navi? Schnauze!

Unserem gelangweilten, extra aus Rio de Janeiro, angereisten Entertainer Björno “Janeiro” Celentano wurde beim plakatieren unserer Sicherheitsplakate nahegelegt  doch bitte “rückstandsloses” Klebeband zu verwenden. O-Ton: “Ich könnte Dich jetzt fertig machen, hab ich aber kein Bock drauf.” Nach dem Konzert beobachteten wir ihn, wie er Putzkolonen dirigierte um das schon geronnene gefederte Teenagerblut von den Crashbarriers zu kratzen. Punkt, Leute! Nun hört mal echt zu, passt bitte auf Eure Gesundheit auf und vor allem auf die der Anderen. Aber um ehrlich zu sein, lassen sich bei so einem Peaklevel gewisse Djihad-Gefühle aus unserer Position nicht vermeiden. Omar Soleyman sei dank! Ahnt den Flüsterer (Poet!)

Wir hörten am Merch-Stand wurde nur noch mit Geld geworfen. Der Security-Aufwand musste verdoppelt werden. Zahlreiche Polizeiautos wurden in Brand gesetzt, aber nicht in Münster. Ich glaub in Hamburg.

Liebe Fans, wir verstehen, dass Euer Bewußtsein durch Youtube, Oliver Pocher, Kid Rock und fehlendes DDR-Fernsehen sowieso schon erweitert ist, aber die die jeden Abend das Haus abreißen sind immer noch wir. Solange keine Tankstellen in die Luft fliegen, zahlt Ihr Eintritt.

Uns geht´s gut. Herzlichst
Euer Gammelclownie

PS: Ferris Antibiotikum hat angeschlagen.

Enhanced by Zemanta

Theaterstück Teil II


Porky: Sag mal, seid Ihr eigentlich noch in der Kirche? Das habe ich mich nämlich eben gerade gefragt.
Philipp: Die besoffenen Psykids verstehen doch eh nichts!
Ferris: Die Kirchensteuer hat nichts mit unserer Show zu tun. Aber was ist mit Arbeit?
Philipp: Ich habe im Fernsehen gelesen, dass Arbeit und Rausch von dem gleichen Wortstamm aus der Antike gebildet wurde.
Philipp richtet sich zum Publikum: Es wird Euch in den Mund gelegt und beruht auf Vertrauen, wie ein katholischer Pfarrer der Euch die Oblate reicht.
Ferris: Ein Punk, der am Bahnhof schnorrt ist ein Ehrenmann, denn...
Porky: Denn er existiert. Er setzt sich für die Freiheit ein. Er repräsentiert den einzelnen Menschen in der Gesellschaft. Auch ein zerknüllter McDonalds-Kaffeebecher repräsentiert eine Vision.
Porky: Also, ich spende nicht mehr an die Kirche, ich spende an Penner ohne Grenzen.
Philipp: Du sprichts mir aus der Seele. Wir sind eine Band und das soll so bleiben. Das was wir machen, gefällt mir. Wenn wir unterwegs sind habe ich das Gefühl, wie ein Kind, das auf dem Fahrrad fährt und seine Hausaufgaben schon gemacht hat. Vorher fühlte ich mich wie ein Jugendlicher im Schulbus auf dem Weg zur Schule und draußen ist Schneematsch.

Redman in Germany

Wir haben gestern unseren internationalen Durchbruch verpennt. Nicht nur, dass wir ihn vergeigt haben, wir haben ihn einfach verschlafen. Ihr fragt Euch sicherlich lieber Leserinnen wie das passieren konnte. Das wollen wir Euch hier berichten. So höret: Porky war vor ein paar Monaten im Studio von einem Kollegen mit zwei Buchstaben (der eine “B” und der andere “O”). Dieses Studio ist mittlerweile schon wieder geschlossen, aber als es noch auf Hochtouren lief ging dort die Post ab. Dort wurde unter anderem auch mal der oder andere Juice gesmoket. Porky hatte auf dem Studiorechner seinen eigenen Ordner mit seinem Solo-Djungle-Deathcore-Shit. Er war den ganzen Abend alleine dort mit einer Flasche Cranberry-Saft und Gin. Ab und zu ging er ans Fenster und rauchte einen Juice. Und als er so mit seinen Tüftelbeats jonglierte kam Redman rein. Er kam mit einer Deutschrap-Traube von seinem Konzert und wollte noch ein bisschen reminise-mäßig seinen Feierabend genießen . Alle verhielten sich politisch korrekt im Hiphop-Länd. Für sie wurde ein Traum war, mit DER Legende überhaupt im Studio abhängen. Quasi die Überlegende! Oder sagt man heute Endlegende?  Doch sie konnten nicht ahnen, dass hinter der Tür ein hochalkoholisiertes, langhaariges, mit sich selber im Einklang ruhendes Deichkind-Viech im odinstyle wütete. Er schrie über seine Beats und benahm sich seinem Genre gegenüber politisch korrekt. Redmans Deutschentourage und seine amerikanischen Riesen-Colabo-Hustler zuckten nicht schlecht als sie das Viech hinter der Tür entdeckten. Es schrie:”Motherfucker, I’m a rockstar, too!”, sich nicht dessen bewusst, wie stark sein Unbehagen am nächsten Morgen sein würde. Doch Redman hatte Respekt vor dem selbsterkorenen Hausherren, nickte seiner Entourage zu und ließ das Niveau-Limbo geschehen. Porky bewarf die mitgebrachten Gruppies mit irgendwelchen Schnipseln und fing an den afroamerikanischen Sprechsänger unangenehm auf die Schulter zu klopfen. Das Deutschhiphop-Gefolge zeigte sich geschockt und versuchte Porky mit Handbewegungen zu beruhigen, doch das stachelte ihn nur noch mehr an. Jetzt war er auf seiner eigenen freien Wildbahn. Frei von den Fesseln der Zivilisation gab er so fürchterlich an, dass selbst der ihm wohlgesonnene Bo mit den Augen rollte. Das ganze Szenario hatte ungefähr die gleiche Wucht wie Obelix der vorsichtig an eine Tür klopft, Redman gefiel das Spektorkel, auch wenn seine Leute es langsam mit der Angst zu tun bekamen. Denn schließlich waren sie irgendwo in Germany in irgendeinem Kraut-Keller wo irgendein nach Schweiß stinkender, schreiender 1,95-Hühne seine alten DK-Hits sabernd rausgrölte. Er riß “Hört Ihr Die Signale” auf, dann zerrten die Boxen und so wie der Beat von “Dicker Bauch” ertönte war Redman sicher, das Wildschwein gewähren zu lassen. Er spittete: “Yeah! That’s that Euro-Shit!” Das Gefolge konnte nicht anders als zustimmend nicken. “I want that beat!” Porky wusste nicht mehr wie er nach Hause gekommen ist, aber aus Erzählung wusste er, dass das Szenario zwei bis drei Stunden weiterging. Der darauf folgende Tag entpuppte sich als Horrorshow, denn immer wieder zuckten Erinnerungen in ihm hoch. Auf jeden Fall war der Plan eine Audio-CD mit dem “Dicker Bauch”-Beat mit auf’s nächste Redman-Konzert zu bringen um es ihm zu überreichen. Porky zu Philipp: “Kacke, ich glaub das war letzte Woche das Konzert!” Wir sind weltoffen, aber bleiben zuhause. Ihr seid willkommen. Red hat es erkannt. Schweine die grölen beißen nicht.

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Toleranz oder “Los weiter, steh auf Junge!”

Heute war ich in Altona im Himalaya-Laden und hab Zeug besorgt für den Winter. Auf einem Schild an der Kasse stand “Karma is a boomerang”. Ich verließ den Laden und die ganze Zeit schwirrte mir das im Kopf rum. Irgendwie muss ich auch mal was zurück geben und Toleranz spreaden. An einer Bushaltestelle ging eine Aldi-Jacke (Oma) mit ihrem pensionierten Reichsfunker des Weges. Komischerweise waren alle alten Männer, die im Krieg tätig waren Funker, bis auf Johannes Hesters, der war während des zweiten Weltkrieges schon in Rente. Ausgezahlt und unterschrieben von Kaiser Willhelm. Immer noch gewärmt von der Himalaya-Klimaanlage beobachtete ich wie die Oma an dem zugeschneiten Bürgersteig hängenblieb und auf die Fresse krachte. Durch den Bauchklatscher hing ihr Rotze aus der Nase. Ihr Mann wollte ihr hoch helfen, kam aber nicht so weit runter. Ich schrie nur:” Los weiter, komm hoch jetzt! Steh auf, Junge! Stell Dich nicht so an, sonst wirst du zurück gelassen” und ging weiter, ohne mir die Hände schmutzig zu machen. Nach 500 Metern drehte ich mich noch mal um und musste sehen, dass die Bi-atch immer noch auf dem Boden rum kroch. Das Gesindel luscherte schon aus der Kanalisation und hoffte, dass die geile Braut bis zur Dunkelheit weiter kauern würde um dann über sie herzufallen um ihrem Parasitenstamm ein Wirt zu spendieren. Spätestens nach vier bis fünf Stunden wäre sie erfroren und die süßen, kleinen Maden hätten einen reich gedeckten Tisch. Währenddessen ging mir dieses Karma nicht aus dem Kopf. Wer ist das, dieser Karma? Hatte Boy George nicht mal diesen Song geschrieben: Karma, karma, karma comedian, oder so was? Ihr Mann versuchte mit einem Stock einen Busfahrer herbei zu winken. Es war arschkalt und der Fahrer blieb auf seinem warmen Busfahrersitz und dachte wahrscheinlich auch nur: Mein Gott, was für armselige Kreaturen.” Ich glaube diese Kolumne wird nichts biblisches werden. Es will sich kein Fenster öffnen, aber wenigstens habe ich mich mal über die Rentner aufgeregt. Die sind nämlich viel schlimmer als die Ausländer, Herr Dr. Sarrazin. Karma is wirklich a boomerang.

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Das einzige Lied von Deichkind, welches auch von meiner Schwester und meiner Mutter mag.
Fan

Illegale Fans

Liebe illegale Fans,

die Stimme dieser Kolumne lebt noch. Ihr wartet sehnsüchtigst auf neuen Shit. Im Internet kursieren Gerüchte, dass Julia Sarrazin eine neues Album aufgenommen hat, dass so ähnlich klingt wie der Soundtrack von „Die Farm der Tiere“. Ihr wisst schon: Dr. Motte, du Fotze.

Türk, Türk bilde Dich, sonst kommt Fuckparade. Oh, eine Fuckparade, noch ein Thema, was wir nicht vernachlässigen wollen. Gibt’s die überhaupt noch? Was haben Gummistiefel und Landliebekakao gemeinsam? Das fragen wir Euch lieber Leserinnen. Denn die Geräte die wir benutzen um Eure Gedanken zu entschlüsseln sind genauso tot wie Euer leeres Bierglas. Als geht zum Kühlschrank, öffnet ihn, greift hinein und erfreut Euch der Leere. Dann macht Ihr ihn wieder zu und geht wieder an den Computer. Gerade wo Ihr merkt, dass Ihr pieschern müsst, werdet Ihr Euer Lebenswerk nicht vollenden können, lieber Leserinnen. Zusammen haben die Ludolfs einen IQ von 180, genau das Problem habe ich auch, nur leider kenne ich mich mit Autos nicht aus. Um jetzt mal auf den Punkt zu kommen, wir haben schon Texte geschrieben für unseren neuen epochalen Tonträger. Da wir in unseren legendären Werken (Werkregistrierungsnummer 0289308579238457) keine Tagespolitik mit einfließen lassen wollen um den Zeitgeist am Leben zu lassen hier eine kleine Aufgabe für Euch:

Oh, ich hab noch was vergessen: Aufgabe kommt später. Ach ne, egal, doch zurück zur Aufgabe, falls sie es bis hierher überhaupt geschafft haben, lieber Abletonkunde und Mikrofonbesitzer. Wir werden den folgednen Text bei der Gema anmelden, ihn aber freigeben und ihm durch Euch Stimme und Musik verleihen. Also macht Euch an die Arbeit, Ihr fleißigen Bienchen. Es geht los. Strophe Eins.

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Hört Ihr Ihn wühlen?


Porky: Wo ist eigentlich DJ Phono in diesem Stück.
Philipp: Er genießt sein Leben als prunkvoller Herrscher. Er ist durch die ins Rollen gebrachten Geschehnisse plötzlich zum einsamen Ausgestoßenen geworden. Er wankt nur noch durch die Backstage Gänge und wühlt in Konfetti nach der Wahrheit. Wir müssen ihm helfen.
Ferris: Trotz der Tatsache, dass er am Tod von Tocotronic Schuld ist?
Philipp: Ja, lieber Ferris. Er behandelt sich schonungslos. Er soll sein Leben geniessen. Den unmittelbaren Genuss, den er dem Zuschauer schenkt bleibt ihm verwehrt. All die Zwänge, von denen sich die Menschen auf unseren Konzerten befreien, liegt auf seinen Schultern. Auch jetzt, ihr seht ihn nicht, doch er ist ganz in Eurer Nähe. Hört ihr ihn wühlen?
Porky: Psst. Hört ihr in wühlen.
Regie aus dem Off: Schluss jetzt da, ihr Laberköpfe. Nächste Szene.
Liebe Freunde,wie ihr vielleicht gemerkt habt, war am Mittwoch nach dem JuicyBeat  Gig nix los am Dortmunder Hbf, obwohl wir aufgerufen haben, dort brav  anzutanzen.Im Trubel der Bierdusche und dem Hammer Power GIG ist irgendwie von  uns das Datum verwechselt worden und der “wie was warum überhaupt”  vergessen worden.Natürlich würden wir niemals unsere Fans verarschen, aber ich muss  zugeben, dass wir über das Mutmaßen um diese Kloeteraktion ein wenig  schmunzeln mussten.Ob man ein Bandmitglied an der Tanke vergisst ohne Handy, den Benziner  mit Diesel betankt oder den BuViSoCo zwei Wochen vorher absagt, um  sich für immer von Pro Sieben zu verabschieden, sind der Grund für  unseren zweiten Namen „Kloeterklikke“.
 Also liebe Dortmunder,
 Am Samstag 05.09.09 um 11.00 Uhr werden wir Deichkinder, auf der  AntifaDemo ca. 30 min auf einem Bauwagen performen.s5-Bündnisdemo (http://s5.noblogs.org)Der Startpunkt der Demonstration ist die Katharinenstrasse gegenüber  dem DortmunderHauptbahnhof oberhalb der Katharinentreppe.WICHTIG: es sind noch keine Kooperationsgespräche mit der Polizei  gelaufen, von daher kann sich der Startpunkt der Demo noch verschieben.
 Bringt alle eure Freunde mit.Herzlichst,Deine Kloeterklikke gegen Rechts

Liebe Freunde,
wie ihr vielleicht gemerkt habt, war am Mittwoch nach dem JuicyBeat  
Gig nix los am Dortmunder Hbf, obwohl wir aufgerufen haben, dort brav  
anzutanzen.
Im Trubel der Bierdusche und dem Hammer Power GIG ist irgendwie von  
uns das Datum verwechselt worden und der “wie was warum überhaupt”  
vergessen worden.
Natürlich würden wir niemals unsere Fans verarschen, aber ich muss  
zugeben, dass wir über das Mutmaßen um diese Kloeteraktion ein wenig  
schmunzeln mussten.
Ob man ein Bandmitglied an der Tanke vergisst ohne Handy, den Benziner  
mit Diesel betankt oder den BuViSoCo zwei Wochen vorher absagt, um  
sich für immer von Pro Sieben zu verabschieden, sind der Grund für  
unseren zweiten Namen „Kloeterklikke“.

 Also liebe Dortmunder,

 Am Samstag 05.09.09 um 11.00 Uhr werden wir Deichkinder, auf der  
AntifaDemo ca. 30 min auf einem Bauwagen performen.
s5-Bündnisdemo (http://s5.noblogs.org)
Der Startpunkt der Demonstration ist die Katharinenstrasse gegenüber  
dem Dortmunder
Hauptbahnhof oberhalb der Katharinentreppe.
WICHTIG: es sind noch keine Kooperationsgespräche mit der Polizei  
gelaufen, von daher kann sich der Startpunkt der Demo noch verschieben.

 Bringt alle eure Freunde mit.
Herzlichst,
Deine Kloeterklikke gegen Rechts